| 






|
Hallo,
liebe Körperfresser, Freunde der Kleinkunst, Freunde
eisgekühlter Getränke, Expressionistensäue,
Freunde postnataler Depressionen, libe Froinde der legasthenischen
Schreibwaise. Freunde elektrisch aufgeladener Schonbezüge,
Freunde rundum gepolsterter und mit einer bunten Palette
des Produktsortiments der Firma Haribo gefüllten
Airbags, Freunde afro-amerikanischer Masturbationstechniken,
Freunde linguistischer und Liegestütz-gestützter
Logarithmen, Freunde philanthropischer Detailbesessenheiten,
Freunde urheberrechtlich geschützter Etiketten
von durchgeschwitzter Unterkleidung, Freunde beidseitig
perforierter Gedächtnislücken, Freunde attraktiv-subversiver
Grammatikmatratzen der linguistischen Co-Intelligenz,
Freunde von feucht-fröhlich fickenden Froschvogelleichen,
Freunde Sonnengereifter Südfrüchte, die sexuelle
Symboliken mit lispelnden S-Lauten salbadern, Freunde
gefälschter Geburtsdaten und verehrte Damenunterwäscheträger,
liebe Freunde des gepflegten Rasenschachs deutscher
Prägung mit verwegen grätschenden Ballspielern,
Freunde automatisierter Frühstücksflocken
mit einer Geschmacksmischung aus Himbeere, Erdbeere
und Johannisbeere mit zugeführten synthetischen
Cerealien, Freunde gut gewählter Darlehen und Geldanlagen
bei Baussparkassen und Kreditinstituten mit schier unglaublich
günstigen Zinsen, Zinseszinsen und Zinseszinseszinsen,
Freunde multinationaler Konzernstrategien, Freunde der
internationalen Solidarität, Freunde seltsam verklemmter
Zahlenspiele mit weltverschwörerischen Bedeutungen,
Freunde des Freistoßes, des Freilaufens und der
freien Liebe, Freunde der kontaktarmen Kommunikationsgesellschaft,
Freunde der globalen Abrüstung, Freunde der regressiven
Gewichtsbewachung, Freunde feuergefährlicher und
geruchsneutraler Bibelexegesen, Freunde gestärkter
Hemden und Asbestverseuchter Strumpfhalter, Freunde
nachträglicher zurecht gebogener Prognosen und
unverbesserlicher Besserwisser, Freunde spannungsgeladener
Bundesligaendrunden, tränenreicher Abstiegskämpfe
und bis zur letzten Minute offener Meisterschaften,
Freunde von Lyrik, Poesie, Metaphern, verbalen Verben
und Adjektiven, mir egal wie der Scheiß heißt,
wenn ich die Bundesliga-Saison 2002/2003 Revue passieren
lasse, stelle ich eins fest: Sie ist vorbei. VORBEI!
Unsere
geliebte Buli geht in die Sommerpause, keine Welt- oder
Europameisterschaft vertreibt die düsteren Gedanken
und gibt uns wieder Mut, nein, das Jammertal hat seine
Pforten aufgesperrt und alles, was uns bleibt sind Badeanstalten,
Open Air Festivals und Picknicks im Grünen. Erst
am 2. August dürfen wir sie wieder sehen, unsere
Heilige und Hure in einem. Es ist so traurig. Trauer
herrscht auch in Cottbus, Nürnberg und Bielefeld.
ABGESTIEGEN! Das Stigma des Verlierers klebt an Energie,
1. FC und Arminia und auch Borussia Dortmund, die nur
Dritter wurden, die Trottel. Und Leverkusen?
Spott-Moderator Rudolph „Rudi“ Brückner
brachte es am Sonntagmorgen in dem Frühschoppen
im DSF auf den Punkt: „Schwein gehabt im wahrsten
Sinne des Wortes“, kommentierte er die Szene,
in der ein überglücklicher Reiner „Calli“
Calmund zur Fankurve lief und sich feiern ließ.
„Nanana“,
sage ich da. Wo bleibt denn da die Fairness? Dicke Menschen
leiden schon genug, muss man sie da auch noch mit Schweinen
vergleichen? Gut, der „Calli“ wälzt
sich gerne im Dreck, wie die Saison 2002/2003 gezeigt
hat, aber mit fairer Sportberichterstattung hat das
wenig zu tun. Da, liebe Freunde, schätzt ihr doch
euren Bob Mega, nicht wahr? Ich, der nun bittere Tränen
weine, auch das Pokal-Endspiel lindert meine Trauer
nicht. Eine gute Nachricht habe ich noch zum Schluss.
Uli Hoeneß, geliebter Menschenfreund und Wurstfabrikant,
will den FC St. Pauli mit einem Benefiz-Spiel retten.
Die Bayern werden dafür kurzzeitig in die 2. Liga
rückversetzt und verlieren haushoch gegen die Hamburger,
damit die die nötigen Punkte zum Klassenerhalt
einfahren können. Gute Aktion. Das macht Mut für
die schwere Zukunft.
Euer Dr. Bob Mega
|