| Der
Pokal hat seine eigenen Gesetze, sagt man.
Der Pokal ist unwichtig, sagt Franz Beckenbauer. Der
Pokal schreibt sich Lakop rückwärts.
Der Pokal wird nach dem Ende des Spiels in die Höhe
gehalten und geküsst. Der Pokal ist gold.
Der Pokal wird immer nur von Siegern auf Ehrenrunden
durchs Stadion getragen. Der Pokal geht kaputt, wenn
er runter fällt.
Der
Pokal wäre ganz besoffen, wenn er ein Mensch wäre,
weil immer viel Alkohol in ihn geschüttet wird.
Der Pokal steht in Vitrinen, damit er angesehen werden
kann. Der Pokal ist schon sehr alt. Der Pokal löst
Streitereien unter Fans aus.
Der Pokal gibt geleckten Politikern wie Edmund Stoiber
Gelegenheit, sich beim TV-Volk anzubiedern, indem er
behauptet, dass er dafür gesorgt hat, dass der
Pokal immer in Berlin ausgespielt hat.
Der Pokal kennt keine Politiker. Der Pokal wird in
den seltensten Fällen von Politikern gewonnen,
geküsst, hoch gehalten, durchs Stadion getragen
oder mit Bier gefüllt (außer Marc Wilmots).
Der Pokal hat viele Freunde. Der Pokal wird auch von
Frauen gewonnen, geküsst, hoch gehalten, durchs
Stadion getragen oder mit Prosecco gefüllt.
Der
Pokal ist gelebte Gleichberechtigung. Der Pokal kennt
keine Farben, Defiliermaschinen, Narhalla-Märsche,
Blitzampeln, prämenstruale Depressionen, Telefonrechnungen,
Unterwäsche aus wasserdichtem Gummi und Erfolg
versprechende Gewinnanzeigen.
Der Pokal führt im Grunde ein langweiliges Leben,
da er keine tiefschürfende Gespräche über
Last und Lust der beidseitigen Selbstbefriedigung, auch
Petting genannt, kennt. Der Pokal geht in diesem Jahr
an den FC Bayern München (falls das noch keiner
weiß).
Euer Dr. Bob Mega
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