| Willkommen
auf der einsamen Insel der Fußball-Bundesliga.
Heute zeigen wir: Auch leblose Dinge feiern Geburtstag
und haben Gefühle.
Die Fußball-Bundesliga hat Geburtstag. Aber
wer denkt an Hertha BSC?
Es wurde gefeiert, gelacht und Ränke geschmiedet.
Ein finsterer Plan schlief bis zum Samstagabend in der
Schublade von Kaiser Beckenbauer. Er will die Ämtergewalt
in Deutschland erobern. Gerhard Schröder, MV, Paul
Spiegel, Klaus Wowereit – Bundeskanzler, Präsidenten,
Bürgermeister dieses Landes, horcht auf, der monotheistische
Ex-Libero will an eure Pfründe und das Land unter
seiner harten Knute unterjochen. Der Bayer kennt kein
Erbarmen. Vor allem nicht mit Hertha BSC.
Die
Bundesliga-Profis werden sich noch umgucken. Wenn der
silberlockige Schmalspurlächler ihnen die Leviten
liest, werden sie hinterher auf dem Spielfeld ihre Gegner
mit Luftgrätschen und Holly-Biegen umnieten, dass
es nur so kracht wie eine krachlederne Lederhose. Auch
die Spielerfrauen werden sich umgucken.
Sie
werden künftig bei Wind und Wetter mit einer Ganzkörperbemalung
durch die Gegend laufen müssen, damit der geile
Vater-von-wie-vielen-Kindern-eigentlich-? mehr Ärsche
und Titten sehen kann, als in diese sackartigen Jeanshosen,
die die jungen Frauen heutzutage anziehen. Ob sie sich
dann erkälten und sterben, ist dem patriarchalischen
Stammesfürsten gleichgültig. Hauptsache, Hertha
BSC erfährt nichts davon.
„Gute Freunde kann niemand trennen“, sang
passionierte Golf-Spieler vor Jahren (aber nicht für
Hertha BSC). Jetzt hat er sie alle im Stich gelassen.
Die Meiers, Müller, Seelers gehören der Vergangenheit
an. Sie kennen Beckes Geheimnisse, Marotten und Lieblingsdesserts.
Aber sie sind nicht mehr zu gebrauchen im großen
Machtspiel, dass sich der Franz, der Kaiser, der Beckenbauer
ausgedacht hat. Und das alles nur wegen Hertha BSC.
Euer Dr. Bob Mega |