| Willkommen
im Theater der großen Wort und aus dem Zusammenhang
gerissenen Zitate.
Heute zeigen wir: Der Sozialismus hat unseren
Fußball kaputt gemacht.
Ach, der süße Günter Netzer hat immer
Recht. Selbstverständlich können aus der Ostzone
keine Führungspersönlichkeiten kommen. Wie
denn auch? Bei den schwulen Langhaar-Kommunisten wachsen
doch keine echten Kerle ran. Nur hier bei uns, im Stahl-gestählertem
Kapitalismus gibt es Leitwölfe.
So
wie Lothar Matthäus, Franz Beckenbauer oder Dieter
Bohlen. Das sind mit allen Wassern des Kapitals gewaschene
Mannsbilder, wobei die Betonung auf gewaschen liegt.
Wer von diesen Dreckskommunisten hat sich je gewaschen?
Würden sie sonst Dreckskommunisten heißen?
In der DDR, ja, da gab es nur wenige Führungspersönlichkeiten:
Walter Ulbricht, Erich Honecker oder Ede Geyer. Aber
mit ihren billigen Tricks konnten sie dem überlegenen
westlichen System nicht lange Paroli bieten.
„Niemand
hat die Absicht, eine Mauer zu errichten“, verkündete
Genosse Ulbricht im Jahre 1961.
Und Zack-Bumm-Peng war sie da.
Zuerst verzweifelten die Freistoßspezialisten
an ihr, aber dann erfand das innovative Sportunternehmen
mit den drei Streifen einen Fußballschuh, der
den Ball mit Effet treten konnte und so vielen Menschen
die Flucht aus dem von Trainer Ulbricht rein defensiv
eingestellten Ost-System in den Westen ermöglichte,
wo alles besser ist.
Na klar, Du süßer kleiner Günter Netzer,
Du hast ja so Recht, diese Ost-Fußballer sind
reine Arbeitsbienen, mehr nicht. Gib ihnen einen Brotkrumme
und sie bringen Deine Großmutter dafür um.
Euer Dr. Bob Mega |