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Willkommen
im Theater der tragischen Helden und vorgewärmten
Hartschalensitze.
Heute zeigen wir: Ein Mann wie Jörg Heinrich.
Fast an jedem Wochenende, außer in der Sommer-
und Winterpause, wenn DFB-Pokal ist oder die Nationalmannschaft
abgeschlachtet wird, erfreuen wir uns an den Darbietungen
unserer heiß geliebten Bundesliga-Fußballspieler.
Aber, liebe Freunde und Kupferstecher, habt ihr schon
mal daran gedacht, dass unter ihnen auch Helden sind?
Einen möchte ich Euch heute vorstellen: Jörg
Heinrich vom 1. FC Köln.
Überall
hätte er spielen können, der Champions-League-
und Weltpokalsieger, Europameister und Allrounder.
Doch Anfang der Saison 2003/2004 geht er ausgerechnet
zum 1. FC Köln.
Und dann passiert das Unglaubliche: Der Mann mit den
Nerven aus Stahl Brandenburg und dem Mund eines Wikingers
musste am Wochenende im Spiel gegen den HSV bis zur
73. Minute auf seinen Einsatz warten.
Aber Jörg Heinrich lief auf den Platz und schwitzte
sein Trikot nass.
Alles hätte er werden können: Testpilot,
Generalbundesstaatsanwalt, Börsenmakler, Testpilot
oder Börsenmakler, vielleicht auch Generalbundesstaatsanwalt,
aber nein, der unerschrockene Jörg Heinrich ging
zum 1. FC Köln.
Das
ist so ein Wahnsinn. Der Jörg, dieser Teufelskerl,
ausgerechnet der 1. FC Köln, Mensch, wenn es Fortuna
Düsseldorf, Sachsen Leipzig oder der AC Mailand
gewesen wären, klar, da hätte sofort jeder
gesagt, ja der Jörg Heinrich will noch mal so richtig
Kohle scheffeln und sich dann in Uhlenbusch ein Bauernhaus
kaufen, aber neeeeeee, es musste ausgerechnet der 1.
FC Köln sein, Mensch noch mal, dieser Teufelskerl,
so viel Mund hätte dem niemand zugetraut, und dann
wird der erst in der 73. Minute eingewechselt, der hätte
doch Testpilot, Generalbundesstaatsanwalt, Börsenmakler,
Testpilot oder Börsenmakler, vielleicht auch Generalbundesstaatsanwalt
werden können, aber nein, der unerschrockene Jörg
Heinrich ging zum 1. FC Köln. Das ist so ein Wahnsinn.
Wetten, nicht mal Rambo hätte so viel Mut.
Euer Dr. Bob Mega |