| Willkommen
im Theater der feucht-fröhlichen Ballstaffetten
und Nitroglyzerin-Bomben.
Heute zeigen wir: Spucken für den Herrn.
Wir kennen das: Jeden Morgen im Badezimmer müssen
wir uns einen gelblich braunen aus dem Hals hoch würgen
und einmal kräftig ins Waschbecken rotzen. Was
uns als allmorgendlicher Akt der Befreiung zur brutalen
Eröffnung des Tages geworden ist, ist für
Fußballspieler ganz normal.
Sie
rotzen, spucken und schnottern auf das heiß geliebte
Spielfeld, so wie wir es aus unseren Badezimmern kennen.
Euer heiß geliebter Fußballneurotiker Bob
Mega hat daraus folgende Theorie gestrickt: Der Fußballplatz
ist das Badezimmer der Fußballspieler.
Überall Schleim und Rotze. Der Arbeitsplatz der
Fußball-Profis wird arg ran genommen. Die Verletzungsgefahr
steigt mit jedem neuen Milliliter Speichel, der auf
den sowieso schon glatten Rasen gelangt. Ein Skandalspiel
der besonderen Art fand letzte Woche in Aachen statt.
Dort hat die Heimmannschaft derart viel Flüssigkeit
produziert, dass der Trainer der Nürnberger unter
Polizeischutz mit Regenschirmen beschützt werden
musste, um sich nicht Allergien der übelsten Sorte
einzuhandeln.
Dabei
waren die Clubberer selber schuld. Vor dem Spiel haben
sie versucht, sich mit Gastgeschenken einzuschmeicheln.
Doch der scharfe Senf, den sie den Aachenern kredenzten,
kurbelte die Speichelproduktion so richtig an.
Die Kombination aus Lebkuchen und Gorgonzola-Käse,
die die Aachener in der Halbzeitpause zu sich genommen
haben, war mehr als explosiv. Am Ende des Spiels waren
die Nürnberger durchnässt und Trainer Wolfgang
Wolf erlitt durch eine gezielte Rotzattacke einen Schädelbasisbruch.
Nehmt doch mal ein Taschentuch, sage ich da.
Euer Dr. Bob Mega |