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VFL OSNABRÜCK 2. Spieltag 2003/2004 
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VFL Osnabrück

EUPHORIE ADE!

VfL Osnabrück - Karlsruher SC 1:2

Ja, ja liebe Sportzfreunden in aller Welt. So schnell kanns gehen. Schwebten die Fans des VfL Osnabrück noch am vergangenen Wochenende auf Wolke sieben und träumten von einem Durchmarsch in die erste Liga, so wurden sie am gestrigen Sonntagnachmittag brutal auf den Boden der Realität zurückgeholt. Der VfL Osnabrück unterlag vor knapp 15.000 Besuchern im Schwitzkasten "Bremer Brücke" dem Karlsruher SC unglücklich mit 1:2.

Dabei begann alles soo vielversprechend. Schon gut eine Stunde vor dem Anpfiff waren die Ränge des lila-weißen Göttertempels prall gefüllt, Fallschirmspringer sorgten für Kurzweil und die deutschen "Altpunks" von Extrabreit verlangten den Mikros alles ab um den Schlachtenbummlern gehörig einzuheizen. Selbst für die gut 500 Gästefans hatten die Osnabrücker Gastgeber ein Schmankerl parat. Eigens für sie wurde das Badener Lied angestimmt und sorgte so für beste Stimmung im weiß-blauen Block. Und dann kamen sie endlich, die Mannschaften.

Der VfL Osnabrück begann quasi mit dem Team, dass sich vor einer Woche in Ahlen als Drei-Punkte-Garant bewährt hatte. Einzig Christian Claaßen blieb zunächst auf der Bank, für ihn stürmte der albanische Wirbelwind Harun Isa. Die Osnabrücker begannen die Partie sehr engagiert ohne allerdings das Gehäuse von Gästegoalie Fischer in Gefahr zu bringen. VfL Trainer Frankie Pagelsdorf meinte später, dass der Einsatz zwar stimmte, aber es zu diesem Zeitpunkt keinen konstruktiven Spielaufbau gegeben habe. Das ermöglichte dem KSC mit überraschend geringem Einsatz und mäßig dosierter Laufbereitschaft relativ schnell dem Lila-Weißen Angriffschwung den Gar ausmachen.

Mit blitzschnellen und brandgefährlichen Kontern düpierten die Badener in der Folgezeit ein ums andere Mal die "Swamp-City" Viererkette, und schließlich fiel dann auch in der 22. Minute der verdiente Führungstreffer der Karlsruher. Der quirlige Ivan Saenko setzte sich nach einem Fehler von Joe Enochs im eins zu eins Duell gegen den diesmal längst nicht so sicher agierenden Sven Scheuer durch und schob den Ball zum 0:1 in die Maschen. Nach diesem Rückstand kamen die Osnabrüker bis zur Halbzeitpause zwar wieder etwas besser ins Spiel, erkämpften sich auch einige kleine Torgelegenheiten, bissen sich aber im großen und ganzen an der gut gestaffelten Badenser Defensive die Kauleisten aus. Zur Pause konnte man also nichts gutes für die zweiten 45 Minuten erwarten, zu souverän trumpften die Spieler von KSC-Trainer Lorenz Günther Köstner auf.

Doch was keiner zu glauben vermochte, wurde blanke Realität. Der VfL kam wie verwandelt aus der Kabine. Die lila gedressten Kicker krempelten bei unmenschlich heißen Temperaturen ihre Trikots noch einmal weiter nach oben und heitzten den Karlsruher in der zweiten Hälfte kräftig ein. Es folgten Torchancen im Minutentakt. Die größte Möglichkeit bot sich dabei kurz nach Wiederanpfiff Arne Tammen.

Der Verteidiger war bei einer Freistoßflanke vom jetzt ebenfalls auf Hochtouren funktionierenden Guido Spork weit aufgerückt, und sein mächtiger Kopfball verfehlte das Ziel nur um Millimeter, das schweißgetränkte Leder klatschte an das Quergebälk. Es schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann der zahlreich erschienene Osnabrücker Anhang endlich den ersten Heimspieltreffer bejubeln konnte.

Doch mitten in die Sturm- und Drangphase hinein platzte die nächste KSC Bombe. Wiederum Ivan Saenko, mit dem VfL Captain Joe Enochs seine liebe Müh und Not hatte, verwandelte in der 56. Minute einen Freistoß zum zu diesem Zeitpunkt mehr als schmeichelhaften 0:2. VfL Torhüter Sven Scheuer machte dabei eine alles andere als glückliche Figur. Doch das die Osnabrücker weiter im Rennen blieben, und bis zum Schluß auf ihre ersten Heimpunkte hoffen durften, verdankten sie dem kleinen Marcel Schied. Direkt im Gegenzug nahm er einen Pass des ansonsten total neben sich stehenden Guscinas auf, und schloß den Spielzug mit dem Anschlußtreffer zum 1:2 ab.

In der letzten halben Stunde spielten dann eigentlich nur noch die Lila-Weißen. Mit den eingewechselten Toni Micevski, Christian Claaßen und Angelo Vier bekam der Kick noch mal frischen Schwung, und beinahe hätten die Zuschauer noch den Ausgleich bejubeln dürfen. Gegen eine inzwischen dezimierte Karlsruher Elf, Saenko sah wegen wiederholten Zeitspiels völlig zurecht die gelbrote Karte, verpasste Micevski in der 88. Minute die riesen Chance zum Unentschieden. Er verfehlte aus kürzester Distanz mit einem nicht mehr richtig zu kontrollierenden Kopftoß das Tor des KSC. Das wars dann aber mit der Osnabrücker Herrlichkeit!

Trotz enormer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang verlor der VfL sein erstes Meisterschafts-Heimspiel gegen den Karlsruher SC mit 1:2. Trainer Pagelsdorf zollte der Mannschaft trotz dieser Niederlage für ihr engagiertes Spiel (in der 2. Halbzeit) bei diesen extremen Temperaturen ein Kompliment. Beste Akteure auf Seiten der Kicker von der Hase waren der Abwehrspieler Jens Langeneke und Mittelfeldspieler Guido Spork.

Sollten die VfLer nächste Woche im tiefesten Bayernland bei den wackeren aus Burghausen eine ähnlich couragierte Leistung abliefern, können sie durchaus auf Punkte hoffen. Wir drücken die Daumen!

Hier nun noch die übrigen Ergebnise: Rot Weiß Oberhausen-LR Ahlen 1:3, Union Berlin-Energie Cottbus 0:1, Regensburg-Fürth 0:0, Nürnberg- Burghausen 2:0, Lübeck-Bielefeld 0:0, Unterhaching-Duisburg1:0, VfL Osnabrück-Karlsruher SC 1:2, Trier-Aue 2:1

(gr)
 

VFL Osnabrück 2003/2004

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• 15. Spieltag Ohne Chance
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• 11. Spieltag Niederlage
• 10. Spieltag Der erste Heimsieg
• 9. Spieltag Es grüßt das Murmeltier
• 8. Spieltag Mühsam
• 7. Spieltag Punkt entführt
• 6. Spieltag Heimkomplex
• 5. Spieltag Grottig
• 4. Spieltag tadellose Leistung
• 3. Spieltag Böse baden gehen
• 2. Spieltag Euphorie ade
• 1. Spieltag Jetzt gehts los...

DFB-Pokal 2002/2003

DFB-Pokal 1. Runde

VFL Osnabrück 2002/2003

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DFB-Pokal 2002/2003

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