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Grottig...
FC Energie Cottbus - VFL osnabrück 0:3
So langsam aber sicher wird die Luft zu atmen in der
2. Liga für den VfL Osnabrück immer dünner.
Die Mannschaft von Trainer Frank Pagelsdorf verlor gestern
beim Aufstiegsfavoriten FC
Energie Cottbus auch in der Höhe völlig verdient
mit 0:3. Nicht einmal im Ansatz wußten die Kicker von
der Hase zu gefallen. Ohne Mumm, ohne Elan, ohne Ideen
präsentierten sich die Lila Weißen vor 10.900 Zuschauer
in der Lausitz wie ein Abstiegskandidat.
Das Spiel begann einmal mehr denkbar schlecht. Wie
schon in den Partien gegen Burghausen
und den FSV
Mainz geriet der VfL
Osnabrück früh in Rückstand. Diesmal war ein "Trikotvergehen"
im eigenen Strafraum von Deniz Dogan die Ursache für
das 0:1. Den fälligen Elfmeter verwandelte nach nur
fünf Minuten Cottbus Neuzugang Jiri Kaufmann souverän
links unten. Scheuer ahnte zwar die Ecke, hatte aber
gegen den platzierten Schuß keine Abwehrmöglichkeit.
Anstatt wie gegen Mainz nun mit druckvollem Pressing,
zündenden Ideen und mit großer Leidenschaft dagegen
zu halten, verfielen die Herren von der Bremer Brücke
in einen selbstgefälligen Spieltrott. Allen voran Toni
Micevski und Guido Spork argierten völlig pomadig und
konnten zu keinem Zeitpunkt des Spiels die Partie beruhigen
und mit gescheiten Pässen die Offensive in Szene setzten.
Doch es wäre falsch diese Niederlage einzig den beiden
genannten Kickern anzukreiden. Es war wirklich niemand
in der Lage das Spiel zu ordnen. Marko Tredup zum Beispiel
sah ein ums andere Mal ziemlich alt gegen den wieselflinken
Reghecampf aus. So verwunderte es nicht, dass ausgerechnet
der Rumäne in Reihen der Lausitzer kurz vor der Pause
das entscheidene 2:0 erzielte. Nach einer nur halbherzig
abgewehrten Ecke fiel Reghecampf in der 42. Minute die
Kugel ca. 20 Meter vor dem Tor vor die Füße, und ohne
lange zu überlegen drosch er das Ding unhaltbar in die
linke obere Torangel. Hier gabs für Sven Scheuer im
Tor des VfL wirklich nichts zu holen. Quasi im direkten
Gegenzug gabs dann fast wie aus heiterem Himmel doch
noch die Möglichkeit zum Anschlußtreffer für den VfL
Osnabrück. Doch bezeichnend für das Spiel der VfLer
versemmelte Marcel Schied diese 1000% Einschußchance
kläglich. 7 Meter frei vor dem Kasten, Towart Georg
Koch im Prinzip schon bezwungen, bringt der kleine Marcel
es fertig, den Ball ca. 5 Meter über das Gehäuse zu
bugsieren. Entsetzen machte sich da nicht nur auf der
Osnabrücker Trainerbank breit. Auch die gut 300 mitgereisten
Lila Weißen Schlachtenbummler konnten so viel Unvermögen
einfach nicht fassen. Kurze Zeit später war Halbzeit.
Im zweiten Durchgang gab es durch Frank Pagelsdorf dann endlich eine personelle Veränderung. Für den völlig neben sich stehenden Toni Micevski kam der wiedergenesene Christian Claaßen in die Partie. Doch wer hoffte, dass sich nun etwas mehr Durchschlagskraft im Angriff entwickeln würde, lag leider total daneben. Es ging spielerisch dort weiter, wo es eine Viertelstunde zuvor aufgehört hatte. Nett anzusehendes Kurzpaßspiel, wenig Laufbereitschaft und sehr wenig Leidenschaft. Mit diesen Tugenden kann man jedoch nicht einmal einen Blumentopf gewinnen. Als wollte Cottbus dies unterstreichen, erzielte ihr Sturmungeheuer Tanque Silva in der 54. Minute das 3:0. Guido Spork stieg nach einer Cottbusser Ecke gegen Silva viel zu spät zum Kopfball hoch, und so war es eine Kleinigkeit für den Lausitzer Stürmer zu netzten. Goalie Sven Scheuer machte hierbei auch nicht die glücklichste Figur. Wäre er aus seinem Kasten herausgekommen, hätte er den Ball vielleicht noch abwehren können. Doch hätte, wenn und aber nützt nichts. Es stand hochverdient 3:0 für den FC Energie. Die letzte halbe Stunde tat sich dann recht wenig, die Partie war entschieden. Unter gütiger Mithilfe der Cottbusser Abwehr hätte der VfL beinahe doch noch sein Ehrentor bejubeln dürfen. Doch Neuzugang Georg Koch entschärfte einen Flugkopfball vom Mitspieler Beeck in klasse Manier, und beschenkte sich so zum Einstand mit einem zu null Ergebnis selbst. Beim nächsten Heimspiel am Sonntag, den 21.09.03 gegen den FC Erzgebirge Aue stehen die VfLer bereits mit dem Rücken zur Wand und müssen unbedingt 3 Punkte einfahren, wollen sie sich nicht für Wochen im Tabellenkeller der 2. Bundesliga einnisten. Doch dazu ist eine 100% Leistungssteigerung von Nöten. Leidenschaft und Einsatzwillen müssen wieder ganz oben stehen, ansonsten setzt es gegen Aue die nächste Pleite. Doch daran wollen wir gar nicht denken. Auf gehts VFL OSNABRÜCK!
Hier nun alle Ergebnisse: MSV
Duisburg-Union
Berlin 1:0, Burghausen-Ahlen
0:1, Mainz-Oberhausen
2:0, Lübeck-Trier
2:2, Aue-Nürnberg
3:3, Fürth-Aachen
7:1, Unterhaching-Regensburg
2:2, Cottbus-VfL
Osnabrück 3:0
(gr) |