| Heimkomplex? VFL
OSNABRÜCK daheim ohne Sieg
VfL
Osnabrück - Erzgebirge Aue 0:1
Die heimische Bremer Brücke scheint sich so langsam
zu einer uneinnehmbaren Festung für den VfL
Osnabrück zu entwickeln. Die VfLer verließen auch
im dritten Heimspiel dieser Saison den Platz nicht als
Sieger, ganz im Gegenteil.Im "6-Punkte Spiel"
gegen den Mitaufsteiger aus Aue
setzte es vor knapp 11.000 Besucher eine völlig unerwartete
0:1 Heimklatsche.
Aues Stürmer Dino Toppmöller ließ mit seinem Tor in
der 79. Minute alle Träume von dem ersten Heimsieg dieser
Saison wie eine Seifenblase zerplatzen. Dabei hatte
sich der Lila-Weiße vor dem Spiel doch noch so optimistisch
gezeigt.
Das
Match begann bei besten äußeren Bedingungen ziemlich
rasant und mit viel Angriffselan von der Mannschaft
von Trainer Frank Pagelsdorf. Größte Priorität hatte
dabei auf Seiten des VfL
die Absicherung des eigenen Gehäuses, schließlich schlug
es da in den letzten Matches recht häufig ziemlich früh
ein.
Doch nicht nur in der Defensive standen die Osnabrücker
in der ersten Hälfte recht solide, auch nach vorne entwickelte
sich ein munteres Chancen herausspielen. Aber diese
wurden wie schon im Pokal
gegen Rostock und in der Liga
gegen Mainz reihenweise versiebt. Die größte Möglichkeit
zur Führung hatte in der 25. Minute Offensivmotor Benjamin
Schüßler.
Mit
seinem strammen Schuß aus kurzer Entfernung scheiterte
er an der Unterkante der Latte. Das hatte nichts mit
Unvermögen zu tun, sondern war einfach nur großes Pech.
Bis zum Pausentee folgten noch weitere Torchancen, die
aber ebenfalls fahrlässig vergeben wurden. Das 0:0 zur
Pause war für die Sachsen mehr als schmeichelhaft, die
Mannschaft von Trainer Guru Gerd Schädlich hatte sich
in den ersten 45 Minuten nicht eine nennenswerte Möglichkeit
erarbeitet.
In der zweiten Halbzeit sah man dann ein etwas anderes
Bild. Die Osnabrücker blieben zwar weiterhin feldüberlegen,
doch Torchancen stellten sich nur noch ganz selten ein.
Die Auer ließen durch ihr frühes Stören den VfL Motor
gehörig stottern. Nach vorn aber blieb Erzgebirge auch
jetzt noch vieles schuldig. Mit anderen Worten verflachte
die Partie zusehends. Um seine Mannen noch einmal aufzuwecken
und nach vorne zu treiben, wechselte Pagelsdorf mit
Claaßen und Guscinas zwei neue Stürmer ein.
Doch auch sie konnten die mittlerweile tränige Vorstellung
der Heimmannschaft nicht auffangen. Eingelullt durch
die Auer ließen die Abwehrleute jetzt auch den ein oder
anderen Stellungsfehler zu, und so kam das Team aus
Sachsen eine Viertelstunde vor Ende zur ersten dicken
Möglichkeit. Diese konnte Scheuer zwar noch entschärfen,
doch knapp 4 Minuten später klingelte es dann doch.
Nach einem schweren Fehler vom Debütmann Berberovic
war Dino Toppmöller zur Stelle und staubte zum unverdienten
0:1 ab. In den letzten 10 Minuten gelang es dem VfL
nicht mehr, aus diesem Rückstand noch einen Punktgewinn
zu machen. Es blieb beim Auswärtserfolg des Erzgebirge
Aue.
Der VfL Osnabrück
muß dringend seine Sturmprobleme in den Griff bekommen,
ansonsten wird die Luft im Abstiegskampf sehr dünn.
Nur gut und ansehnlich spielen reicht da nicht aus.
Es müssen Tore geschossen werden.
Vielleicht gelingt dieses ja zufälliger Weise schon
am nächsten Sonntag beim Gastspiel in Fürth. Doch Zweifel
daran sind durchaus berechtigt. Der Lurch wünscht auf
jedenfall viel Erfolg!
Hier die übrigen Ergebnisse: Aachen-Duisburg
2:1, Berlin-Lübeck
1:2, Regensburg-Bielefeld
1:2, KSC-Burghausen
0:0, Ahlen-Mainz
1:3, Oberhausen-Cottbus
0:0, Trier-Unterhaching
2:1, Osnabrück-Aue
0:1
(gr) |