Wöchentlich
grüßt das Murmeltier
VFB LÜBECK - VFL OSNABRÜCK 1:1
Der VfL Osnabrück
scheint den Fluch des Unentschiedens nicht los zu
werden, und muss sich langsam so vorkommen wie in
dem Kinoklassiker "Und täglich grüßt das Murmeltier"
mit Superstar Bill Murray. Auch am Freitagabend auf
der Lübecker Lohmühle langte es mal wieder nur zu
einem Remis. Vor gut 8.000 zahlenden Besuchern trennten
sich der VfB
Lübeck und der VfL Osnabrück schlußendlich verdient
1:1.
Damit
hält auf der einen Seite zwar die Serie von drei ungeschlagenen
Spielen, auf der anderen Seite aber ist der lila-weiße
Traditionsklub seit dem ersten Spieltag auch ohne
dreifachen Punktgewinn. Im Heimspiel am kommenden
Sonntag gegen Mitaufsteiger Spvgg. Unterhaching stehen
die Mannen von Frank Pagelsdorf mehr denn je unter
dem Zugzwang eines Heimsieges.
Die Partie an der Lohmühle begann relativ zerfahren,
und über die komplette erste Halbzeit konnte der VfL
nicht richtig überzeugen. Viele kleine Stockfehler
führten immer wieder zu unnötigen Ballverlusten, die
Zweikämpfe wurden nur halbherzig angenommen und das
Umschalten von Abwehr auf Angriff funktionierte nur
äußerst selten. Chancen des VfL waren absolute Mangelware.
Doch
auch der VfB
Lübeck tat sich relativ schwer. In regelmäßigen
Abständen bissen sich die Offensivspieler der Hansestädter
die Zähne am Osnabrücker Torwartersatz Timo Ochs aus.
Dieser war übrigens der einzige VfL Spieler, der an
diesem Abend eine ausgezeichnete Leistung ablieferte,
und sich für weitere Einsätze von Beginn an eindrucksvoll
empfahl. So bewahrte der junge Keeper seine Mannschaft
in der 12. und 17. Minute mit tollen Paraden vor einem
1:0 Rückstand. Doch wenig später war es dann trotz
Ochs tollen Rettungsaktionen mit dem sich abzeichnenden
Führungstreffer für die Lübecker soweit.
Es bedurfte im Prinzip nur eines Auslösers. Diesen
lieferte Guido Spork mit einem unnötigen Fehler im
Mittelfeld. Gledson konnte dann gegen den einschußbereiten
Kullig nicht mehr viel ausrichten, und so war es passiert.
Wieder einmal lag die Mannschaft von der Hase auf
fremden Platz in Rückstand. In der Folgezeit versuchte
der VfL dann zwar mehr Spielanteile zu gewinnen, doch
es fehlte irgendwie an der letzten Entschlossenheit.
In der 35. Minute gab es dann endlich mal so etwas
wie eine (die erste!!!) Osnabrücker Torchance.
Nach einer Spork Ecke herrschte viel Durcheinander
in der nicht immer sattelfesten Lübecker Abwehr, doch
leider waren auch die VfL Kicker ziemlich durcheinander
und so konnte man kein Kapital aus dieser Verunsicherung
schlagen. Als sich bereits alle im Stadion mit einem
0:1 Pausenrückstand angfreundet hatten, schlug der
VfL wie aus heiterem Himmel doch noch zu, und
verpaßte den Lübeckern einen deftigen Pausenschreck.
Abwehrmann Berberovic leistete über die rechte Seite
eine wunderbare Vorarbeit, und seine Flanke findet
den völlig allein gelassenen Anel Dzaka. Dieser genoß
geradezu seine Freiheit und pfefferte das Ding aus
10 Metern mit Vollspann in die Tormaschen. Ein zugeben
sehr schmeichelhafter Ausgleichstreffer, doch was
solls. Am Ende zählen nur die nackten Tatsachen. Und
in dieser Kategorie sah es nun wesentlich besser aus.
Nach
dem Pausentee war der VfL dann wesentlich besser im
Spiel, und versuchte über die offensiven Mittelfeldspieler
Spork und Schüßler mehr Torgefahr auszustrahlen. Dieses
gelang auch in Ansätzen, doch an richtiger Angriffspower
und Dynamik fehlte es dann doch. Vorallem die Stürmer
konnten sich kaum entscheident in Szene setzten.
Die Lübecker
ihrerseits versuchten mit klugem Konterfußball dagegen
zu halten, brachten aber auch keine vernüftigen und
vor allem torgefährlichen Aktionen zu stande. Die
Partie verflachte von Minute zu Minute mehr, und die
einzige spannende Frage war, ob es doch noch ein Team
zum Torerfolg schafft. Diese konnte nach 90 zähen
Minuten mit Nein beantwortet werden. Es blieb beim
leistungsgerechten 1:1 Unentschieden.
Hier nun die übrigen Ergebnisse des Wochenendes: Duisburg-Oberhausen 1:1, Trier-Berlin 1:1, Bielefeld-Mainz 1:0, Cottbus-Burghausen 2:1, Fürth-Ahlen 2:0, Aue-Karlsruhe 2:0, Regensburg-Aachen 1:2, Lübeck-Osnabrück 1:1
(gr)