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VFL OSNABRÜCK 10.Spieltag 2003/2004 
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VFL Osnabrück

Der erste Heimsieg ist vollbracht

VFL OSNABRÜCK - SPVGG UNTERHACHING 2:1

Na endlich! In den Zeiten der Trainer Ultimaten (Stevens, Jara, Votava, Kuntz, Peter usw.)gehen die Spieler des VFL Osnabrück andere Wege, und siegen bevor es zu solch akut bedenklichen Aktionen kommen kann. Nach 90 durchweg spannenden aber selten hochklassigen Minuten erkämpften sich die Lila Weißen Boys einen hauchdünnen 2:1 Heimerfolg gegen Mitaufsteiger Spvgg Unterhaching. Vor gut 10.000 Zuschauern erlöste Mittelfeldspieler Benjamin Schüßler seine Teamkollegen und Trainer Frank Pagelsdorf in der Schlußminute mit dem glücklichen aber nicht unverdienten Siegtreffer.

Noch bevor die Partie bei trüben Nieselwetter begann, gab es schon die ersten Überraschungen. Sowohl Toni Micevski als auch Christian Claaßen standen an diesem Tage in der Startformation des VfL und verdrängten die etatmäßigen Kräfte Benjamin Schüßler und Sidney Santos de Brito ersteinmal auf die Ersatzbank. Frank Pagelsdorf löste also einmal mehr mit seinen Personalentscheidungen so manche Verwunderung bei den Fans an der Bremer Brücke aus.

Das Spiel war noch nicht einmal 10 Minuten alt, der VfL hatte bis dato leichtes spielerisches Übergewicht, da klingelte es wiedereinmal in der von Timo Ochs gehüteten lila-weißen Bude. Nach einer von Francisco Copado scharf hereingeschlagenen Freistoßflanke köpfte Jan Seifert aus 5 Metern ziemlich unbedrängt zur 1:0 Führung für die Münchener Vorstädter ein. Christian Claaßen machte bei diesem Gegentor keinen allzu glücklichen Eindruck, ließ er doch den kopfballgefährlichen Seifert sträflich ungedeckt. Es dauerte eine ganze Weile, bis sich der VfL Osnabrück von dem frühen Rückstand erholte, und wieder mit schnellen Angriffen für Gefahr auf das Hachinger Tor sorgte.

Ab der 20. Minute ca. versuchten vor allem 2 Spieler die Bemühungen des VfL zu forcieren. Guido Spork und Anel Dzaka krempelten in dieser Phase beispielhaft die Ärmel hoch und zeigten unermüdlichen Einsatzwillen. Nach und nach drängten die Spieler aus Osnabrück ihre Widersacher aus Bayern in deren eigene Hälfte zurück, und sorgten mit Disatanzschüssen für einige Gefahr.

In der 26. Minute mußte der junge Hachinger Torwart Heerwagen sein ganzes Können aufbieten, um einen 14 Meter Distanzschuß von Anel Dzaka auf Kosten einer Ecke zu entschärfen. In der 37. Minute hatten die 10.000 Besucher den Torschrei schon auf den Lippen.

Nach einer Ecke von dem ansonsten über weite Strecken der Partie enttäuschenden Toni Micevski wurde der Kopfball von Copado Bewacher Gledson in aller letzter Sekunde von einem Abwehrspieler von der Hachinger Torlinie gekratzt. Es war zum Haare raufen! Das Spiel schien mal wieder seinen VfL typischen Gang zu nehmen. Zahlreiche gute Chancen werden fahrlässig ausgelassen, womit der Gegner mit Minimalaufwand zu Punktgewinnen kommt. Doch als wollten uns die Kicker eines besseren belehren, fiel in der 44. Minute dann doch noch der längst verdiente Ausgleichstreffer. Nach einem "Luftloch" von Spork und einem "Querschläger" von Joe Enochs kam der Ball zu Anel Dzaka, der Goalie Heerwagen mit einem Lupfer in die lange Torwartecke keine Chance ließ. Die Freude über den Ausgleichstreffer war riesig. Mit diesem 1:1 gings in die Halbzeitpause.

Nach dem Wechsel machte der VfL Osnabrück mächtig Druck, und wollte mit aller Macht die 2:1 Führung erzielen. In der 48. Spielminute bot sich dazu dann auch eine riesengroße Chance, doch im Anschluß an eine Ecke strich der 15 Meter Distanzschuß von Anel Dzaka Zentimeter am linken Torpfosten vorbei. Das hätte eigentlich die Führung sein müssen.

Die Hachinger konnten sich in den ersten 20 Minuten des zweiten Spielabschnitts nur noch gelegentlich aus ihrer eigenen Hälfte befreien, zu groß war der Druck der VfLer. Doch anstatt diese Situation mit einem Tor zu krönen, verpuffte ab der 65. Minute das Match immer mehr, und wurde nur selten noch Zweitliganiveau gerecht. Das lag zum einen daran, dass die Münchener Vorstädter nicht so recht konnten, da ihr offensivstärkster Mann Copado von Gledson total abgemeldet wurde, und zum anderen agierten die Osnabrücker im Spielaufbau viel zu häufig mit der Brechstange. Der inzwischen eingewechselte Benjamin Schüßler war der einzige, der ab und an mit Einzelaktionen das Unterhachinger Tor in Gefahr brachte. Doch abgesehen von einem Kopfball des schwachen Berberovic in der 79. Minute mußte der Gästegoalie nichts Schlimmes befürchten.

Als sich beide Teams mit dem 1:1 Unentschieden anzufreunden schienen, kam das diese Saison schon so oft herbeigesehnte Glück doch noch zum Lila-Weißen Traditionsverein. Quasi wie aus heiteren Himmel fiel nach glänzender Vorarbeit von Anel Dzaka das vielumjubelte 2:1. Kein anderer als Benjamin Schüßler schob das Leder eiskalt aus 5 Metern ins lange Torwarteck. Das war der Hachinger K.O., denn kurze Zeit später pfiff Schiri Jansen die Partie ab.

Der VfL Osnabrück bot in seinem fünften Heimspiel die vielleicht schlechteste spielerische Leistung, doch im Gegensatz zu den vorausgegangen Partien blieben die 3 Punkte diesmal an der Bremer Brücke. Mit diesem Erfolgserlebnis schaffte das Team von Frank Pagelsdorf in der Tabelle den Anschluß an das Mittelfeld. Mit einem weiteren Erfolg am nächsten Sonntag in Regensburg könnte die Mannschaft sogar nach langer Zeit die Abstiegsränge wieder verlassen.

Hier nun die übrigen Ergebnisse: Nürnberg-Regensburg 3:2; Burghausen-Aue 2:0; Oberhausen-Lübeck 3:3; KSC-Fürth 1:0; Aachen-Trier 2:0; Berlin-Bielefeld 1:0; Ahlen-Duisburg 2:3; VfL-Unterhaching 2:1

(gr)
 

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