| Ohne
Chance in Bayern
1.FC Nürnberg - VfL Osnabrück 2:0
Für den VfL Osnabrück ist in Bayern nichts
zu holen. Nach den Partien in Burghausen und Regensburg
ging auch das Match in Nürnberg verloren. Nach
der verdienten Niederlage sind die Lila-weißen
in den nächsten Partien in Bielefeld und gegen
Oberhausen nun in Zugzwang. Vier Punkte aus diesen Spielen
würden dem VfL ruhige Weihnachten bescheren.
In Nürnberg scheitete das Team von Frank Pagelsdorf
einmal mehr an der mangelnden Abgeklärtheit. Die
Spitzenmannschaft aus Franken demonstrierte mal wieder,
dass in der zweiten Liga kleine Fehler gnadenlos bestraft
werden. Dem VfL gelang es wiederum nicht, die sich bietenden
wenigen Chancen in Tore umzumünzen. In der kurzen
Drangperiode des VfL kurz vor der Pause hätte der
Ausgleich fallen müssen- dann wäre in Nürnberg
mindestens ein Punkt drin gewesen.
Der VfL war in Nürnberg mit der gleichen Formation
angetreten, die in der vergangenen Woche gegen Spitzenreiter
Aachen noch so überzeugt hatte. In Nürnberg
jedoch hingen zumindest die Spitzen fast völlig
in der Luft. Die Prognose von Wolfgang Wolf, der vor
dem Spiel erklärt hatte, Marcel Schied werde erst
in der nächsten Woche wieder treffen, bewahrheitete
sich zum Leidwesen der gut 300 mitgereisten Osnabrücker
Schlachtenbummler. Auch der zweifache Torschütze
gegen Aachen, Addy Menga, kam nicht recht zum Zuge.
Der Nürnberger Paulus meldete den „Shooting-Star“
nahezu vollkommen ab.
Die Abwehr erledigte ihren Job recht ordentlich. Ihr
unterliefen jedoch zwei Fehler, die zu den Gegentreffern
führten. Beim ersten Tor sah beispielsweise der
ansonsten solide Jens Langeneke nicht besonders gut
aus. Gledson und Deniz Dogan hatten ihre Gegenspieler
recht gut im Griff, Marko Tredup lieferte ein gute Partie
und überzeugte durch mehrere Vorstöße.
Auch im Mittelfeld war der VfL annähernd gleichwertig.
Nach dem verletzungsbedingten Ausfall des Nürnberger
Regisseurs Krzynowek konnten Joe Enochs, Dzemal Berberovic,
Guido Spork und Anel Dzaka einige Akzente setzen, der
entscheidende Paß jedoch fehlte. Auch der Doppelwechsel
(Schüßler und Claaßen für Berberovic
und Dogan) führte nicht zum gewünschten Erfolg-
im Gegenteil: Direkt nach dieser taktischen Maßnahme,
mit der doch noch zumindest ein Punkt erzwungen werden
sollte, fiel mit dem 2:0 der Nürnberger die Entscheidung.
In der Folgezeit war der neunfache Deutsche Meister
nicht mehr zu gefährden.
Doch alles Jammern nützt und hilft nichts! Nächste
Woche in Bielefeld - Da zählt es für unsere
geliebten Lila Weißen. Mit drei Punkten gehts
dann hoffentlich nach Haus.
(gr) |