| Da
braut sich am deutschen Punkhorizont ein richtiges Unwetter
zusammen. Aus den Tiefen des sonst so beschaulichen
Münsterlandes kommen vier ziemlich “unscheinbare
Gestalten“ daher, die mit ihrer Musik aber so
fast alles aus dem Weg räumen was nicht niet- und
nagelfest ist. Grownup sind Punkrock der allerersten
Sahne, ihr Teufelsmix aus oberfetten Gitarren, feurigem
Schlagzeugtrash und supercoolen Basslinien machen den
Cocktail zu einem hochexplosiven Sprengsatz. Das ganze
wird durch einen in dieser Form sensationell melodischen
Gesang abgerundet. Einmal gehört, kannst Du dich
dieser Droge nicht mehr entziehen.
Die Geschichte dieser herrlich amerikanisch klingenden
Band, was jetzt wahrlich keine Beleidigung sein soll,
begann im Januar 1997 im verschlafenen Lüdinghausen.
Damals fanden sich Andre Schult (Gitarre), Julian Groß
(Bass), Christian Bökkering (Schlagzeug), Dirk
Altenbockum (Gitarre) und Jan Philip Engbert (Gesang)
aus lauter “Langeweile“ zusammen, um alte
verstaubte Punkrock Klassiker zu covern.
Dann, wie es sich für eine richtige Band gehört,
kam kurz nach der Gründung das erste Demo-Tape
auf den “Markt“. Das Teil hatte den Namen
“Bluna“ und eine immense Auflage von 50
Stück!!!
Den ersten Live-Gig gabs dann im Sommer auf dem Nachwuchswettbewerb
“First Step Festival“, wo auf Anhieb der
2. Platz bei raussprang.
Bekanntlich soll man sich auf Erfolgen nicht ausruhen,
und das hieß, touren bis der Arsch abfällt.
Grownup spielten überall, wo Strom für die
Verstärker vorhanden war. In Garagen, auf Zeltparties,
in Wohnungen, auf Pausenhöfen, und so weiter und
so fort.
Als Dankeschön für die immer größer
werdende Fangemeinde gab es 1999 die erste eigene CD.
Sie hieß “The day the local laughter died“
und hatte eine Auflage von 200 Scheiben.
Ein Jahr später gab es dann eine kleine Umbesetzung
in der Band. Der Sänger Jan Philip Engbert verließ
die Kombo, den Gesangspart übernahm von nun an
Dirk, der mit seiner Gitarre wohl irgendwie noch nicht
völlig ausgelastet war.
2001 wurde mit “Calling Mary Sue“ bereits
der zweite Silberling des punkigen Vierers eingespielt.
Zwei Titel dieser CD sind dann sogar auf den Samplern
“Support your local scene“ (Horrorbizness
Records) und “Street attack III“ (Noisegate
Records) erschienen.
Zum krönenden Abschluss des bisher erfolgreichsten
Jahres spielten die Münsteraner als Support der
schwedischen Superpunker “Venerea“. Zudem
lief ihr Titelsong “Mary Sue“ im Äter
auf einem der erfolgreichsten Radiosender, “Einslive“.
Ende vergangenen Jahres wurden dann die Songs “Is
it love“ und “Mary Sue“ auf dem allseits
bekannten Vitaminpillen Records Sampler “Millenium
Madness“ veröffentlicht.
Im Jahre 2003 soll nun der ganz große Durchbruch
gelingen. Der Grundstein dafür ist bereits im Januar
gelegt worden. Da gewannen Grownup nämlich das
“We
pay back“ Festival in Münster. Ja und
vor kurzem waren die Jungs dann auch noch bei uns auf
der Maiwoche und haben dort so richtig das Haus gerockt.
Im Herbst wird dann die erste “richtige“
Single bei Home Records/ Sony veröffentlicht. Produzent
ist Franz Plasa, der auch schon Echt, Selig und Fury
in the Slaughterhouse zu Ruhm und Ehre verholfen hat.
Als kleines Schmankerl für Euch Elektrolurchen
haben wir den Burschen auf der Maiwoche natürlich
ein paar brennende Fragen gestellt. Was bei rauskam,
seht selbst…
Der Elektrolurch Fragebogen ausgefüllt von: Grown
Up
Wir sind eine Rock'n Roll Band, weil...
das hübsche Mädel's anlockt , es gibt umsonst
ne Menge Bierchen und vor alles ist das einfach unsere
Musik!
Was ist die größte Macke, das größte
Problem in der Band?
Problem???
Mit wem würdet ihr gern mal was aufnehmen, ne
Platte machen?
Mad Caddies
Erste Platte, die ihr besessen hab...t
Roxette - Joyride | Bravo Hits vier
Tollste Platte auf die sich alle von Euch einigen können?
No Use For A Name - Live In A Dive
Was ich Herrn Bush schon immer sagen
wollte...
Fick dich du blöder behinderter Cowboy!
Mit welcher Eigenart / welchem Musikgeschmack
stoße ich bei meinen Bandmitgliedern auf völliges
Unverständnis...
Roxette, Micky Krause, Die Prinzen, Bud Spencer Soundtrack
Eine kurze Rock'n Roll Anekdote...
Für eines unserer ersten Konzerte sind wir von
München ins Münsterland gefahren. Es war tiefster
Winter, Schnee- und Eisregen, die Scheibenwischer waren
defekt, überfrierendes Spritzwasser machte die
Fahrt nicht leichter, eben die ganze Palette Winter-
Fiesitäten. Unser Rock'n Roll Mobil war schwer
angeschlagen und wir hatten begründete Angst um
unser Leben. Das ganze war aber sowas von Rock'n Roll,
das uns das mächtig gekickt hat. Würden wir
jederzeit wieder für Konzerte machen. Cooler ist
aber im Sommer zu spielen.
[gr] |