Musik  
musik
dvd pop rock
mp3
 
(hed) Planet Earth 
NAVIGATION
• Musik News
• Musik Reviews
• Swamp City
• Band Archiv
• Festivals
• Fussball
• Musik Videos
• Gimmicks
• Dr. Winter
• Porno News
• Kommentar
• Lyrics
• Community
• Impressum
NEWSLETTER
 
eintragen
austragen
 
space
 

Gut 10 Jahre nach Gründung der Band in Huntington Beach, Kalifornien blicken (hed) p.e. auf eine erfolgreiche Karriere zurück, ohne jedoch den ganz grossen Durchbruch geschafft zu haben. Die energiegeladene Mischung aus Rap, Punk, Hardcore, Rock, Metal und Hip Hop verleitet dazu, die Band in die Schublade Nu Metal zu stecken, aber das Etikett, welches sich die sechsköpfige Band selber verpasste lautet Gangsta Punk.

Bereits kurz nachdem Sänger Jahred (der sich damals noch M.C.U.D nannte) und Gitarrist Westyle die Band Mitte der ’90er Jahre formierten, zeigten einige Plattenfirmen Interesse an der Band und ihrem Output. Neben Jahred und Westyle gehörten DJ Product (Tableist), BC The Mizak Diza (Drums), Mawk (Bass) und Gitarrist Chad Benekos zur Stammformation. Kurz nach dem Ende der Aufnahmen zum aktuellen Album „Blackout“ stieg Chad Benekos aus und schlug den ehemalige Amen Saitenmann Sonny Mayo als seinen Nachfolger vor.

„Wir waren schon lange mit Sonny befreundet und er war ideal“, kommentiert DJ Product die Veränderung in der Besetzung. „Er ist ein Hardcore-Musiker. Durch ihn ist die Live-Performance deutlich besser geworden.“

„Meine Liveshows waren früher echt schlimm“, blickt Sonny auf seine Zeit bei Snot und Amen zurück. „Ich war fast immer betrunken. Das Problem war, dass unsere Band der Meinung war als Musiker müsse man immer trinken und Drogen nehmen, um alles anders wahrnehmen zu können. Mittlerweile bin ich mir bewusst, dass das absolut nicht der Wahrheit entspricht. Du belügst dich nur selbst und alles erscheint in einem falschen Licht. So etwas ist gegenüber den Fans sehr unfair, die eine gute Liveshow sehen wollen.“

Frontmann Jahred hat ähnliche Erfahrungen gemacht, gibt aber scherzhaft auch einen anderen Aspekt zu bedenken: „Wir haben das Glück, dass die meisten unserer Zuhörer betrunken sind. Dann finden sie unsere Shows nicht ganz so beschissen.“

Mittlerweile hat sich das Bild gewandelt. „Ich gehe heute mit viel mehr Energie auf die Bühne und kommuniziere mit dem Publikum, was mir viel besser gelingt ohne von Drogen benebelt zu sein“, erklärt Jahred. „Das Ding ist einfach auf die Bühne zu gehen, einen langen Schrei auszustossen, und sich daran zu berauschen. Und danach ist es einfach das Grösste der begeisterten Menge in die Gesichter zu schauen. Es ist wahnsinnig! Ich rauche zwar immer noch Marihuana. Nicht nur ab und zu. Es ist keine harte Droge, aber eines Tages will ich mich auch davon befreien.“

Die Kalifornier haben sich rund um den Globus auf Touren mit Bands wie P.O.D., Metallica, Slayer, Korn, Linkin Park, Papa Roach oder Slipknot längst einen Namen gemacht und erfreuen sich einer ständig wachsende Fangemeinde. Das zweite Album „Broke“ ging bislang mehr als 250.000 mal über den Ladentisch und gilt heute, knapp drei Jahre nach Veröffentlichung, als das bislang erfolgreichste Album der Band.

Das erste Album „Church Of Realities“ (1995) erschien noch auf einem Indielabel, bevor 1997 mit (Hed) P.E. das Majordebuet folgte.

Sänger und Texter Jahred nimmt als Farbiger im RapMetal eine Art Ausnahmerolle ein: „Ich habe im TV ein paar Südstaatler gesehen, die meinten...ich werde das N-Wort nicht benutzen, aber sie sagten das N’s im Autorennsport nichts zu suchen hätten. In der Metalszene ist es so ähnlich. N’s dürfen keinen Metal spielen. Okay, ganz so schlimm ist es nicht, aber seien wir mal realistisch. Bei einem Rockkonzert sind vielleicht 2 von 5.000 Zuschauer farbig. Nicht das mich das stört oder daran hindert das zu machen was ich will, aber Metal ist irgendwie ein Sport für Weisse.“

Aber gerade die Live-Performance und die Texte von Jahred, sind zentraler und vorantreibender Teil der Band. „Ich will, dass die Leute über meine Texte lachen, erröten oder nachdenken“, erklärt Jahred. „Vielleicht sollen sie sich sogar unwohl fühlen. Man soll meine Songs aber bestimmt nicht beim Dinner hören.“

Es kommt schon mal vor, dass Jahred wegen seiner Texte kritisiert wird und einer der Gründe für den Weggang von Gitarrist Chad waren die Texte. „Ab und zu haben sich schon Frauen beschwert, die behaupten ich sei gemein zu Frauen. Das ist definitiv nicht wahr“, stellt Jahred klar.

„Und Chad hat die Band wegen meiner Texte verlassen. Das war ein bisschen verrückt, denn meine Songs waren früher viel obszöner und auf dem neuen Album sind nicht so viele böse Texte. Chad mochte z.B. die Zeile ’Making love to the teenage lady. But don’t hate me. She just looked like M. Brady.’ nicht. Es ist doch nur Spass. Und ich sagte ja nicht elfjährig.”

Zu Kompromissen ist er diesbezüglich nicht bereit: „Nein, ich werde meine Texte nicht für Bandmitglieder ändern. Das ist albern und ich würde es niemals tun. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen zu einem Songwriter zu gehen und zu sagen: Ich mag Deine Texte nicht! Was soll das? Respektiert die Ehrlichkeit der Kunst und das ich ein Künstler bin.“

Deutliche Worte und so kann man wohl davon ausgehen, dass auch auf der nächsten Veröffentlichung von (hed) p.e. ein Aufdruck sein wird, der vor dem „Explicit Content“ warnt.

 
>> Mehr Infos zu dem Thema (hed) PE
 
  Open Erotik - DVD Versand
space
space