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HIM - And Love Said No – The greatest Hits 1997-2004 
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Zuerst schnappt man sich eine Gitarre. Vor allem, um Eindruck bei den Mädels zu schinden. Und das nächste, was man merkt ist, dass man auf dem langen Weg an die Spitze ist (wie in ‚It’s a Long Way to the Top If You Wanna Rock’n’Roll’). Man glaubt natürlich nie und nimmer, dass man dort jemals ankommt. Nein, nicht in den kühnsten Träumen…Ach komm’, natürlich glaubt man das!

Aber das, was wirklich zählt, ist der mythische Weg dorthin. All die Höhen und Tiefen, all die Umwege und seltsamen Wendungen. Rock’n’Roll ist kein Karriereplan, bei dem man eine idiotensichere Strategie verfolgt, die einen bequem von Punkt A nach Punkt B befördert. Es ist eher ein andauernder kreativer Prozess, bei dem man in einem ziemlich abgefahrenen Umfeld lebt und dazu lernt. Es ist eine Fahrt, die so schwindelerregend ist, dass es sinnvoll ist, bei jeder Gelegenheit einen Moment inne zu halten, um einmal lang und tief durchzuatmen.

„And Love Said No – The Greatest Hits 1997-2004” stellt HIM an einem Punkt dar, an dem sie gerade mit ihrer letzten Single „The Funeral of Hearts” bis auf die respektable Nr. 15 in den englischen Charts geklettert sind. An einem Punkt, an dem ihr zweites Album (von insgesamt vier) „Razorblade Romance” sich in den USA mehr als 100.000 Mal nur über Mundpropaganda verkauft hat– ein verheißungsvoller Zuwachs für die 2,3 Millionen Alben, die die Band bereits in Europa verkauft hat. Sie haben begriffen, dass sie sich selbst zum Renner gemacht haben, dass sie zur Zeit die angesagteste Band sind! Wenn HIM irgend etwas bewiesen hat, dann, dass sie zu gut sind, um ein Geheimtipp zu bleiben.

„And Love Said No” ist als Kaleidoskop des ersten Teils ihrer mythischen Reise zu verstehen. Eine Achterbahnfahrt, auf der sie vor 6.000 Fans in einem Amphitheater im Zentrum von Athen aufgetreten sind, Headliner bei großen Festivals in Deutschland waren und ihre Fans in Portugal begeistert haben. Sie haben in den legendären Rockfield Studios, der Geburtsstätte von Black Sabbaths Debutalbum, Queens „Bohemian Rhapsody” und Oasis’ „Morning Glory” aufgenommen. Sie haben in London mit Kevin Godley („Pretending”), in Los Angeles („Buried Alive By Love”), in Prag („The Sacrament”) und in Philadelphia („Solitary Man”) mit ihrem selbsternannten größten Fan und Berufsverrückten Bam Margera Videos gedreht.

Sie haben gesehen, wie „Join Me” von einem Nr. 1 Smash - Hit in zahlreichen Ländern zu ihrer ersten großen Hymne wurde.

Mitte der Neunziger Jahre hatte die Band nur das Ziel, von anderen Bands aus dem Stadtgebiet von Helsinki respektiert zu werden und den einen oder anderen Gig spielen zu können. Sie fingen als ‚Black Sabbath Tribute Band’ an, wie es Frontmann Ville Valo immer noch betont, aber sie machten schnell Fortschritte. Sie zogen Gigs an Land, legten ein brillantes Debutalbum hin

(„Greatest Love Songs, Vol. 666”, 1997) und, siehe da, der Horizont hellte sich auf! Ungefähr sechs Jahre später legten sie eine Schaffenspause ein, während sie darauf warteten, dass sich ihr großes Idol Ozzy Osbourne von seinen Verletzungen erholte, damit sie sich ihren Traum erfüllen konnten, ihn auf seiner Tour durch Großbritannien zu supporten. Letztlich mussten sie weitermachen, aber Ihr könnt sicher sein, dass die Jungs ihrem ‚Papa’ ein tief empfundenes ’Get well f****n’ soon!’ zugerufen haben. »»

»» Mit ein bisschen zu viel Freizeit gingen HIM Ende des Jahres 2003 wieder ins Studio und spielten zwei neue Songs ein. Einer davon ist der Titeltrack „And Love Said No”, den Valo geschrieben hat (wie alle Songs auf dieser Compilation außer zweien). Der andere Song ist eine Version des Neil Diamond - Meisterwerkes „Solitary Man” von 1966. Dieser Song wurde der selben ‚Love Metal’ - Behandlung unterzogen, die sieben Jahre zuvor Chris Isaaks countrylastiges „Wicked Game” in einen ‚mitgröhlfähigen’ Dampfhammer verwandelt hat. Wenn man sich ihre energiegeladene Neufassung von „Solitary Man” anhört, kann man fast das Funkeln in ihren Augen sehen, weil sie es nicht erwarten können, die Fans bei ihrer kommenden US – Tour zu einem Neil Diamond- Song moshen zu sehen!

Love Metal vereint melodisch – romantischen Gesang mit einer Welle harter Gitarrenriffs, die die Musik tragen, wie Lichtstrahlen, die ins Dunkel dringen (kein beabsichtigtes Wortspiel). Der krude ;Machismo’ des Rhythmus harmoniert eng mit dem ‚Yin’ sanfter Klaviermotive und Akustikgitarren. Love Metal kann die Form einer geballten Faust annehmen („Buried Alive By Love”) oder es kommt weit softer daher („In Joy and Sorrow”), aber ein Merkmal darf nie fehlen: wenn man die Quintessenz betrachtet, hat man einen wahren Song vor sich.

„Love Metal” war auch der Titel ihres vierten Albums, dessen Release im Frühjahr 2003 HIM mit einer Rückkehr zu ihren Wurzeln feierlich beging. Die Band spielte sieben Abende hintereinander im Club ‚Semifinal’ in Helsinki, einem kleinen Club mit dichter Atmosphäre – diese Auftritte werden in der Limited Edition von „And Love Said No” in Form einer 6 Track Live – DVD dokumentiert (Anmerkung: die DVD ist bei den Releases in Großbritannien und in den USA Standard). Hier erlebt man eine Liveband im ‚Nahkampf’, eine echte Versammlung von Freunden.

Die Beziehung der Band zu ihren Fans ist sehr aufrichtig und emotional und dies hat die Band dorthin gebracht, wo sie zur Zeit steht. In gewisser Weise kann man HIM mit einem Kavalier der alten Schule vergleichen, der sich Zeit nimmt und wahres Interesse an seinem Gegenüber zeigt, der sämtliche überflüssigen Mätzchen sozusagen ;niederen Sterblichen’ überlässt. Man spürt, wie etwas ‚klick’ macht, wie in der ersten Reihe eine Verbindung entsteht und echte Emotionen hochkommen. Das ist ein wichtiger Faktor dessen, was HIM so außergewöhnlich macht: Sie sind eine Band und man kann sich wirklich in sie verlieben.

Natürlich ist Ville Valo ein Star, das kann niemand bestreiten. Er ist der Star in jedem Raum, den er betritt, sogar an seinen schlechtesten freien Tagen. Aber HIM - Fans wissen, dass er IHR Star ist, genauso wie HIM ihre Band ist. Die Distanz zwischen Band und Fans verschwindet fast völlig und das macht den großen Unterschied aus.

Die Leser von Kerrang haben Ville vor kurzem zum männlichen Star mit dem meisten Sexappeal gewählt und die Leserschaft von Rock Sounds erhebt ihn auf das „Mann des Jahres“ – Podest. Im Vergleich zu diesen hohen Würden verblasst die Tatsache, dass die Band zum besten Live Act und „The Sacrament” zur besten Single (beide Auszeichnungen von Rock Sounds) gewählt wurde und dass HIM zur besten Band insgesamt vor Iron Maiden und Metallica (Metal Hammer UK) gewählt wurde…

Also hier ist die Scheibe: 16 Hits der bisherigen Reise. Sechzehn tolle Songs, für die andere Bands sterben würden, um damit ihre ‚Best Of’ – Releases schmücken zu können. Aber die Reise geht weiter und das Ziel ist nicht in Sicht. Für HIM ist das Jetzt der Ort, an dem das wirkliche Abenteuer beginnt.

Was passiert, wenn die Liebe eines Tages ‚Ja’ sagt?, könnte man fragen. Wird sie uns heilen oder wird sie uns umbringen? Nun, das muss wohl jeder für sich selbst herausfinden. Auch Ville Valo.

HIM sind:

Ville Valo - Gesang | Linde - Gitarre | Bad Mige - Bass | Gas - Schlagzeug | Burton - Keyboards

Bisherige Alben:

And Love Said No – The Greatest Hits 1997-2004 (2004)
Love Metal (2003)
Deep Shadows and Brilliant Highlights (2001)
Razorblade Romance (1999)
Greatest Lovesongs, Vol. 66 ( 1997)

>> Mehr zu HIM: HIM - Funeral Of Hearts

 
Die letzten Neuigkeiten, Tourinfos etc. gibt es auf der offiziellen HIM – Website unter
http://www.heartagram.com und http://www.him-music.de

Eine ausführliche Liste von HIM - Fanseiten aus aller Welt ist unter
http://www.heartagram.com/links zu finden.
 
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