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ISIS / THE AUSTERITY PROGRAM / JAKOB - Konzertbericht 
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IsisISIS / THE AUSTERITY PROGRAM / JAKOB

Live 17.04.2008 Forum, Bielefeld

Als unsereins am Forum in Bielefeld eintrifft, wartet bereits eine recht ansehnliche Menschenmenge am Eingang, um an den Schauplatz des Geschehens zu gelangen, an dem nur wenig später Isis für eine musikalisches Inferno sorgen sollen.

IsisDoch bevor es soweit ist, sorgen mit Jakob und The Austerity Program zwei Vorbands für sehr unterschiedliche Reaktionen beim Publikum.

Als Opener des Abends fungieren die Neuseeländer Jakob, deren rhythmischer, rein instrumental intonierter Postrock musikalisch sehr gut zum Headliner des Abends passt. Das Trio bestehend aus Schlagzeug, Bass und Gitarre, macht allerdings einen etwas angefressenen Eindruck.

Das sie dafür durchaus einen Grund haben, macht die Ansage des Bassisten deutlich, der erklärt, dass ihre Instrumente leider nicht den Weg nach Bielefeld gefunden haben, diese statt dessen irgendwo in Frankreich hängengeblieben sind. So bedanken sie sich artig bei ihren Tourkollegen von The Austerity Program und Isis für die geliehenen Instrumente, mit denen sie zunächst also ihre Auftritte bestreiten müssen.

Vielleicht ist dies auch der Grund, wieso die Band nach nicht einmal einer halben Stunde schon wieder die Bühne verlässt. An mangelndem Interesse seitens des Publikums kann es eigentlich nicht gelegen haben, schien sich hier doch ein Großteil des mittlerweile sehr gut gefüllten Forums einig gewesen zu sein, mehr von Jakob hören zu wollen.

IsisStatt dessen betreten nach einer kurzen Umbaupause The Austerity Program die Bühne und sorgen im Folgenden mitunter für fragende Gesichter.

Doch noch bevor die ersten Töne erklingen, erstaunt ein großer Ziegenkopf aus Pappmaché auf der linken Bühnenseite. Ist dieser Kamerad so etwas wie ihr Band-Eddie (siehe Iron Maiden!)? Wir werden es, zumindest an diesem Abend, nicht mehr erfahren!

IsisGenug Platz für solche Spielereien haben The Austerity Program jedenfalls auf der Bühne, besteht die “Band” doch lediglich aus einem Bass, einer Gitarre und einem Drumcomputer.

Und ähnlich schräg, wie ihre Bühnenutensilien, ist auch der Sound, den die beiden Amerikaner präsentieren. So bolzen sich die Beiden, begleitet von zumeist konfusen Drumcomputer-Stakkatos, durch ihre verwirrenden Songs.

Hin und wieder brüllt Sänger/Gitarrist Justin Foley einige Gesangslinien ins Mikro, während Bassist Thad Calabrese an einen unauffälligen Schuljungen erinnert, der täglich um sein Kakaogeld fürchten muss.

IsisSchaut man sich im Auditorium um, so scheint zumindest ein Großteil der Anwesenden dem Treiben auf der Bühne jedenfalls nicht ganz folgen zu können. Sympathiepunkte sammelt das Duo aber immerhin mit dem Versuch einer auf deutsch vorgetragenen Begrüßungsrede.

Nun also zum Headliner des Abends, wegen dem sich wohl hauptsächlich so viele Besucher ins Bielefelder Forum eingefunden haben.

Ehe man sich versieht, stehen auch schon die Musiker von Isis auf der Bühne und entfachen Soundwände, die einen wie ein Orkan frontal erfassen. Ihr Sound ist druckvoll und laut, laut, laut!!!

Das Aushängeschild der aktuellen Postrock-Fraktion brilliert sich durch seinen Set, wobei einem der Auftritt fast schon ein wenig zu perfekt, ja fast schon routiniert vorkommt.

Kommunikation mit dem Publikum findet nicht statt, so dass einem die Band irgendwie distanziert erscheint.

IsisAuch die Tatsache, dass nach etwas mehr als einer Stunde (inklusive einer Zugabe) dieses Sound-Inferno auch schon wieder vorbei ist, schmälert ein wenig den ansonsten überzeugenden Gesamteindruck.

Isis live sind eine Naturgewalt, und sicher keiner der Anwesenden hat den Abstecher ins Forum an diesem Tag bereut.

Unter dem Strich also ein gelungener Abend, wenngleich es zwei Bands (in diesem Fall Isis und Jakob) mit jeweils längerer Spielzeit auch getan hätten.

Text und Bilder: Jens Kasper

 
>> Mehr Infos zu dem ISIS auf der offiziellen ISIS Homepage
 
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