| THE BREAK
/ FACE TOMORROW / SILENT BOB
Livebericht vom 29.10.2003 / Osnabrück
/ Ostbunker
Tja,
die Tage werden wieder kürzer und die sommerliche
Open-Air und Festival Zeit ist nun endgültig passé.
Zeit also wieder die kleinen Clubs aufzusuchen, deren
Odeur aus Zigarettenqualm, Bierlachen und Schweiß
einen sofort wieder willkommen heißen. Schweißtreibend
sollte es auch beim Osnabrücker Gastspiel der aus
New Jersey stammenden THE BREAK werden.
So fand sich eine kleine Schar von fachkundigen Musikfreunden
in den Osnabrücker Ostbunker ein, um in gewohnt
intimer Atmosphäre mal wieder ihren Ohren ein paar
Dezibel an Hörvermögen abzuwringen.
Und
mit Hilfe von schreienden Gitarren, wummernden Bässen
und treibenden Drums, sollte das an diesem Abend auch
jedem vortrefflich gelingen. Die Losung lautete PUNKROCK!
Eröffnet wurde der Reigen zunächst durch
die Lokalmatadore von SILENT BOB, die nicht nur ihre
eigene Posse zu überzeugen wußten.
Welchen Vorbildern sie nacheifern machten sie nicht
zuletzt mit einer Coverversion von Danko Jones klar.
Zweiter Protagonist des Abends waren die Niederländer
FACE TOMORROW. Weniger schweinerockig
als ihre Vorgänger, würzten FACE TOMORROW
ihren Sound mit einer gehörigen Portion Emocore.
Dreh
und Angelpunkt in ihrer Liveperformance ist dabei ihr
Sänger, der seine Texte nicht einfach nur runtersingt
sondern diesen echtes Leben einhaucht. Auf jeden Fall
empfehlenswert!
Nun war es also Zeit für den Headliner des Abends.
Die fünf Mitglieder von THE BREAK
entstammen allesamt der sehr aktiven Punkrock und Hardcoreszene
New Jerseys. Bevor sich ihre Wege bei THE BREAK
kreuzten, sammelten die einzelnen Bandmitglieder schon
in verschiedenen lokalen Formationen ihre Erfahrungen.
Die Jungs erweisen sich dann jedoch nicht als alte
Säcke sondern überraschen vielmehr durch ihr
jugendliches, ja fast schon harmloses Äußeres.
Das dieser Eindruck täuscht, wird spätestens
nach den ersten Klängen klar.
Hier wird gleich von Anfang an ein ordentliches Soundbrett
aufgefahren.
Ihr
vom Punkrock und Hardcore beeinflußter aggressiver
Independent-Rock‘n‘Roll (so beschreibt Gitarrist
Kevin Tunney übrigens selber den THE BREAK
Sound) weiß dann auch die Anwesenden von Beginn
an zu begeistern.
Doch nicht nur den Besuchern scheint der Abend Spaß
zu bereiten, auch die Musiker auf der Bühne erwecken
den selben Eindruck. Dies wirkt sich natürlich
um so positiver auf die Spiellaune der fünf Jungs
aus. Das dann natürlich alles gegeben wird ist
ja selbstverständlich.
Da auch das schönste Konzert irgendwann zu Ende
gehen muß, neigt sich am späten Mittwochabend
ein wirklich souveräner Gig von THE BREAK
allmählich dem Schluß zu und hinterläßt
in den Gesichtern der Besucher allgemeine Zufriedenheit.
Wer mehr von THE BREAK hören
möchte, dem sei die aktuelle Split-CD mit den Labelkollegen
LET IT BURN ans Herz gelegt.
Bleibt zu hoffen, dass zukünftig bei ähnlichen
Veranstaltungen vielleicht noch ein paar mehr Leute
den Weg in die Konzerthallen finden werden.
|